Dienstag, 9. Juli 2013

Samsung Galaxy Mega 6.3 Test



Hardware


Designtechnisch orientiert sich das Samsung Galaxy Mega 6.3 zweifelsohne sehr stark am Galaxy S4. So bestehen auch hier die Rückseite und der Rahmen ausPolycarbonat. Das Display wird von Corning Gorilla Glass geschützt.
In Sachen Wertigkeit setzt also auch das Galaxy Mega 6.3, ähnlich wie die meisten aktuellen Samsung-Geräte, keinerlei Maßstäbe.
Nichtsdestotrotz ist das Galaxy Mega 6.3 ordentlich verarbeitet. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und wackeln nicht. Auch die Akkuabdeckung sitzt sehr fest. Was außerdem sofort auffällt: Für ein Gerät dieser Größenklasse liegt das Galaxy Mega 6.3 noch erstaunlich gut in der Hand. Das ist sicherlich dem ergonomischen Design geschuldet, welches uns schon beim Galaxy S4 überzeugen konnte.
Die Maße haben es trotzdem in sich: Das Mega 6.3 misst unglaubliche 167,8mm x 88mm. Dabei ist es aber nur 8mm dünn und wiegt mit eingelegtem Akku etwa199g. Damit ist es nur 17g schwerer als etwa ein Samsung Galaxy Note 2. Allgemein lässt sich sagen, dass das Gewicht perfekt zu den Abmessungen des Mega 6.3 passt. Man kann es problemlos mit einer Hand halten.
Ein anderes Thema ist die Einhandbedienung: Selbst mit relativ großen Händen ist es nun wirklich unmöglich, das Mega 6.3 mit einer Hand zu bedienen. Auffällig ist, dass Samsung auch beim Mega 6.3 wieder versucht hat, dies Displayränder zu minimieren. Dies ist äußerst lobenswert.
Auf der Vorderseite des Galaxy Mega 6.3 findet man neben diversen Bewegungs-, Licht- und Annäherungssensoren eine dezente Benachrichtigungs-LED, die Hörmuschel, eine 1,9 Megapixel Frontkamera und das für Smartphones der Galaxy-Serie so typische Tastenlayout: In der Mitte ein physischer Homebutton und zwei touch-sensitive Tasten für “Menü” (links) bzw. “Zurück” (rechts).
An den Seiten befindet sich dann das Übliche: Links die Lauter-Leiser-Wippe, rechts der Power-Button. Diese bestehen, anders als beim Galaxy S4, nicht aus Metall, sondern auch aus Polycarbonat. Auf der Unterseite findet man den Micro-USB-Anschluss, sowie ein erstes Mikrofon. Auf der Oberseite dann den 3,5mm Klinkenanschluss, einen Infrarot-Port und ein weiteres Mikrofon.
Auf den von der Note-Serie bekannten S-PEN verzichtet Samsung bei den Geräten der Mega-Reihe.

Die Akkuabdeckung des Samsung Galaxy Mega 6.3 besteht, wie schon erwähnt, aus Polycarbonat. Momentan gibt es das Gerät in den Farben schwarz und weiß. Die schwarze Farbvariante hat, ähnlich wie schon das Galaxy S4, wieder eine Art Carbon-Optik.
Der große Vorteil ist, dass man die Akkuabdeckung problemlos abnehmen kann. Zum Vorschein kommt der 3200mAh starke, wechselbare Akku, ein MicroSDSpeicherkartenslot und ein MicroSim-Slot. Der 8GB große interne Speicher (von dem ab Werk nur 4,5GB nutzbar sind) kann also erweitert werden.
Was hier gleich auffällt: Der Lautsprecher ist ähnlich groß wie der des S4.
Er klingt ausreichend laut und klar, kann aber nicht mit dem Boomsound eines HTC One konkurrieren.

Display


Wie der Name schon vermuten lässt, verbaut Samsung im Mega 6.3 ein 6.3″ großes Super-Clear-LCD-Panel. Dieses löst leider nur mit 1280×720 Pixeln auf, was dann in einer Pixeldichte von ca. 233ppi resultiert. Gerade bei einem solch großen Display hätte unserer Meinung nach allerdings eine Full-HD Auflösung Sinn ergeben.
Die vergleichsweise geringe Pixeldichte macht sich vor allem beim Lesen von Mails oder aufwändigen PDF-Dateien bzw. beim Surfen bemerkbar. Allerdings stört sie nicht so sehr, wie wir eigentlich vermutet hätten. Dies liegt hauptsächlich daran, dass man das Mega 6.3 aufgrund des großen Displays weiter von den Augen entfernt hält, als andere Smartphones.
Das Panel an sich konnte im Test aber durchaus überzeugen: Es ist ziemlich hell und lässt sich auch im Außeneinsatz und bei Sonneneinstrahlung meist noch einigermaßen gut ablesen. Farben werden natürlich etwas realistischer als etwa beim AMOLED-Panel des S4 oder des Note 2 dargestellt. Außerdem bietet Samsung auch hier wieder dem Nutzer die Möglichkeit, das Display anhand drei verschiedener, vordefinierter Modi an die eigenen Präferenzen anzupassen.
Der Weißwert ist LCD-typisch sehr überzeugend und auch der Schwarzwert hat uns im Test gut gefallen. Wobei dieser natürlich technisch bedingt nicht mit dem eines AMOLED-Panels konkurrieren kann.
Die Blickwinkelstabilität ist ordentlich, wobei die Farben bei extremeren Betrachtungswinkeln schon stärker verzerren, als man es von Samsungs Geräten eigentlich gewohnt ist.

Performance

Im Inneren des Galaxy Mega 6.3 werkelt der Qualcomm Snapdragon 400, eine Dual-Core CPU mit 1,7GHz je Kern und 1,5GB Arbeitsspeicher.
Dies sollte prinzipiell für eine ordentliche Gesamt-Performance sorgen.
An manchen Stellen (beispielsweise im App- oder Widget-Drawer) läuft das Mega 6.3 sogar flüssiger als das Galaxy S4. Vor allem die Browser-Performance hat uns im Test aber etwas enttäuscht. Mit einem solch riesigen Display wäre das Mega 6.3 eigentlich prädestiniert zum Dauer-Surfen. Leider gibt es gerade bei aufwändigeren Webseiten immer wieder merkbare Laggs und Verzögerungen. Die Browser-Performance ist nicht schlecht, sie bewegt sich allerdings nicht auf dem hohen Niveau, welches man normalerweise von Samsung-Geräten gewohnt ist.
Beim Spielen aufwändiger Spiele macht das Mega 6.3 dann wiederum eine gute Figur: Selbst grafikintensivere Spiele wie Modern Combat 4 meistert es souverän.